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DB Regio hat dem Gesamtbetriebsrat (GBR) zur Halterung des Tablets aller Fahrzeuge eine Hülle als Billiglösung vorgestellt. Diese kann vielleicht in Büros, keinesfalls jedoch in fahrenden Zügen eingesetzt werden. Sie darf nicht einmal mit den Fahrplanklammern befestigt werden, nimmt somit den immer noch dringend benötigten Platz für Unterlagen und Weisungen auf dem Pult weg – von den oftmals mangelnden Befestigungen dort ganz zu schweigen. Die Probleme mit der Blendung durch das Display sind ungelöst. Darüber hinaus kann das Tablet in vielen Zügen immer noch nicht geladen werden. Eine in die Hal- terung integrierte Lademöglichkeit ist nicht vorgesehen.

Der Arbeitgeber schiebt hier das Argument angeblicher Bauartveränderungen vor. Das war noch nie ein großes Hindernis, wenn er etwas wollte. Eine fest zu installierende Tablethalterung wurde zwar bereits entwickelt, doch der Produktions- vorstand argumentiert scheinheilig, dass ausgerechnet diese „zu einem Wirrwarr an Halterungen führen würde“. Weiter kann man von den Problemen der Lokomotivführer nicht entfernt sein. Obwohl die Tablets seit mehreren Jahren im Einsatz sind, hat es die DB noch nicht einmal für Neufahrzeuge auf die Reihe bekommen, die Anforderungen so zu gestalten, dass bereits vom Hersteller geeignete Halterungen für das Tablet mitgeliefert werden.

Die Führerräume sind unterschiedlich gestaltet, bieten unterschiedliche Platzverhältnisse. Eine vernünftige Universallösung für Tablets scheint nicht in Sicht. Deshalb fordert die GDL- Fraktion im GBR Regio eine sichere, ergonomische, baureihenbezogene, feste Halterung mit Lademöglichkeit für die Tablets. Sicherheit geht schließlich vor!

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