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Mit Hilfe des Arbeitsgerichts Frankfurt hat der selbsternannte Toparbeitgeber DB einem Teil seiner Mitarbeiter unter dem Deckmantel des Tarifeinheitsgesetzes maßgebliche Rechte entzogen. Eiskalt lächelnd nahmen die DB-Vertreter am 1. Februar 2022 die Entscheidung des Richters entgegen, dass die Gemeinsame Einrichtung FairnessPlan nur noch Leistungen an GDL-Mitglieder in den „grünen Betrieben“ auszahlen darf, somit nur noch in Betrieben, von denen die DB behauptet, dass die GDL die Mehrheit der Mitglieder vertritt. GDL-Mitglieder in den anderen Betrieben sollen leer ausgehen und keine selbst angesparten Gesundheitswochen, Technikzuschüsse oder Erholungsbeihilfen mehr erhalten. Dabei kennt die DB die Mehrheitsverhältnisse in ihren Betrieben gar nicht. Dies macht die DB nicht nur als Arbeitgeber, sondern sogar als Vereinsmitglied des FairnessPlan!

Ohne die tatsächliche Urteilsbegründung abzuwarten, wurden sofort alle Beschäftigten über diesen Fußtritt gegen die Sozialpartnerschaft, vor allem gegen die Eisenbahner informiert. Die DB-Manager setzen damit ungeniert ihren Krieg gegen die Beschäftigten fort, um vom eigenen Missmanagement abzulenken.

All unseren Mitgliedern sagen wir: Stellt weiter eure Anträge auf Leistungen des FairnessPlans, um eure Ansprüche zu verankern! Das letzte Wort hierzu ist noch nicht gesprochen. Wir legen gegen dieses Urteil Rechtsmittel ein. Sagt NEIN zu einem Arbeitgeber der Sozialleistungen missbraucht, um eine starke Gewerkschaft loszuwerden und dich in die Arme einer schwachen Gewerkschaft treiben will. GDL-Mitglieder können sich aber sicher sein: Wir kämpfen für die Rechte der Eisenbahner:

– stark, unbestechlich, erfolgreich –